Ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung nach § 16e SGB II/§ 16i SGB II

 

 

 

 

 

 

 Für arbeitsmarktferne langzeitarbeitslose Menschen sollen durch das Teilhabechancengesetz sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (ohne Versicherungspflicht zur Arbeitslosenversicherung) nach § 16e SGB II und § 16i SGB II am allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt gefördert werden. Der geförderte Arbeitnehmer (hier Teilnehmende) soll eine ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung erhalten.

 Das vorrangige Ziel der ganzheitlichen beschäftigungsbegleitenden Betreuung ist es, den Teilnehmenden ab der Arbeitsaufnahme zu begleiten, das Leistungsvermögen der Teilnehmenden zu verbessern, die Beschäftigungsverhältnisse zu stabilisieren und perspektivisch den Übergang in ungeförderte Beschäftigungsverhältnisse zu erreichen.

Die Maßnahme richtet sich an Teilnehmende in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und erfolgt parallel zum Beschäftigungsverhältnis des Teilnehmenden („beschäftigungsbegleitend“).

Unter „ganzheitlicher“ beschäftigungsbegleitender Betreuung sind zudem folgende Inhalte zu verstehen:

 

  • Einbeziehung des persönlichen Umfeldes und der Bedarfsgemeinschaft in die Beratung und Betreuung  des Teilnehmenden in Fragen, die eine Stabilisierung und Fortführung des Beschäftigungsverhältnisses gefährden,
  • Alltagshilfen (zum Beispiel Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Umgang mit Geld, Erscheinungsbild),
  • Hilfestellung bei der Inanspruchnahme kommunaler Eingliederungsleistungen nach § 16a SGB II (Schuldner- und Suchtberatung, psychosoziale Betreuung, Kinderbetreuung, Pflege),
  • Hilfestellung bei Behördengängen/Antragstellungen,
  • Unterstützung von Bedarfsgemeinschaften mit Kindern bei der Inanspruchnahme von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe (Achtes Buch Sozialgesetzbuch – SGB VIII).